/

Podologische Therapeuten

 

Nicht teuer sondern wertvoll. Wie passen diese beiden Begriffe zueinander?

 

Der Verband selbstständiger Podologen möchte Sie aufklären, damit Sie objektiv einschätzen können, wie wichtig es ist sich vertrauensvoll mit Ihren Fußproblemen in eine Praxis zu begeben.

Vertrauen ist in dieser Hinsicht das Wichtigste. Da Sie in der Regel die gesetzlichen Vorgaben nicht kennen, gehen Sie davon aus, da wo es sauber aussieht, kann schon nichts passieren. Leider ist dies nicht immer der Fall. Nachfolgend erörtern wir Ihnen, worauf es bei Ihrer medizinischen/podologischen Fußbehandlung  ankommt. Podologische Therapeuten haben eine 2 jährige Vollzeit – bzw. 3 jährige Teilzeit Ausbildung absolviert und beenden diese Ausbildung mit einem staatlichen Abschluss, in dem sie den positiv Beweis erbringen müssen, dass sie die Fähigkeit, die Sach- und Fachkenntnis besitzen, podologische Therapien durchzuführen. Das Berufsbild ist staatlich geregelt.

Die Worte Fußpflege und medizinische Fußpflege gehören in den Arbeitskreis der gewerblich tätigen Berufe. Hier kommt erschreckend hinzu, dass es für diese Ausübung der Tätigkeit kein anerkanntes Berufsbild mit Berufsordnung gibt. Dies heißt konkret, dass jeder, der einen Gewerbeschein ausfüllen kann, ohne Überprüfung einen Salon zur Fußpflege eröffnen kann!

Wie wertvoll sind Ihnen Ihre Füße? Allzu oft kommt es in podologischen Praxen vor, dass Patienten aus Risikogruppen wie Diabetes, Bluter, Rheuma, Parkinson usw. durch Eigen- oder Fremdverschuldung Verletzungen mitbringen, mit teilweise dramatischen Folgen, die bis zur Amputation im Fuß- oder Unterschenkelbereich führen. Lassen Sie uns hier ein kleines Experiment machen. Stellen Sie sich 5 Minuten auf ein Bein und Sie werden schnell erkennen, wie wertvoll die unteren Extremitäten sind.

 Podologische Therapeuten sind durch ihre Ausbildung in der Lage auf ärztliche Anweisung oder mit der Zusatzausbildung des sektoralen Heilpraktikers zu helfen. Nachfolgend wollen wir Ihnen einige Probleme an den Füßen aufzählen.  

Nagelpilzbehandlung, Fußpilzbehandlung, Behandlung bei schmerzenden oder drückenden Nägeln, Schmerzen im Vor- oder Rückfuß, Beratung bei Einlagen und Schuhen, korrigierende konservative Maßnahmen bei Zehenfehlstellung, Behandlung von Risikopatienten wie oben genannt, um hier nur einige aufzuzählen. Das Leistungsspektrum umfasst sozusagen alles, was Ihrer Fußgesundheit therapeutisch gut tut.

Sie als Patient sehen in der Regel in der podologischen Therapie nur die Behandlungszeit, in der der podologische Therapeut an Ihnen therapiert. Die Vor- und Nachbereitung von medizinischen Instrumenten- und Räumlichkeiten nehmen Sie in der Regel nicht persönlich war. Geregelt ist dies in Deutschland in der Medizinproduktebetreiberverordnung . Die Verordnung schützt Sie, liebe Patienten davor, dass sich  keine Infektionskrankheiten an Ihren Füßen ausbreiten können. Der Gesetzgeber hat dieses vollumfänglich geregelt. Also nur, weil etwas sauber wirkt ist dieses nicht zwingend hygienisch einwandfrei. Der nachfolgende Abschnitt soll Ihnen dieses verständlich machen.

   

,

Wie in jedem klinischen Betrieb müssen bestimmte gesetzlichen Maßnahmen erfolgen, die einen Großteil der Praxisausgaben verschlingen. Hygiene bedeutet bei uns nicht allein die Reinigung und Säuberung von etwas. Die Behandlungseinheiten wie med. Patientenstuhl,  technische Geräte zur Behandlung Ihrer Füße, Instrumente usw., müssen Medizinprodukte sein. Medizinprodukte anwenden, bedarf daher der sachkundigen Aufbereitung nach §8 MPBetreibV (Sachkundelehrgang mit Prüfung muss erbracht werden). Selbstverständlich haben alle Podologen diesen Nachweis. Ist die Fußbehandlung bei Ihnen erfolgt, müssen alle kontaminierten/verunreinigte Flächen, medizin technische Geräteflächen, Patientenstuhl, Fußboden ausreichend mit Flächendesinfektion benetzt und gereinigt werden. Dazu bedarf es spezielle Desinfektionsprodukte, die nachweislich mindestens VAH (Verbund für angewandte Hygiene) oder RKI (Robert Koch Institut) gelistet sind. Für die Aufbereitung von Medizinprodukten, die gereinigt, desinfiziert und sterilisiert werden müssen trifft dies auch zu. Zur Aufbereitung benötigt man einen abgetrennten Bereich mit einer unreinen und reinen Hygienestraße mit ausreichender Belüftungszufuhr. Auch während der Aufbereitung ist die persönliche Schutzausrüstung anzuziehen. Mit Kopfhaube/ Kopfbedeckung, Schutzschürze, spezielle Schutzhandschuhe, rutschfestes Schuhwerk ggf. mit Schutzkappe geht es medizinisch sauber zur Sache.

Sachgerechte Vorbereitung, Reinigung, ggf. Zwischenspülung und Trocknung, Desinfektion,  Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit der Oberflächen, Pflege und Instandsetzung, Prüfung der technisch funktionellen Sicherheit, Verpackung, Sterilisation, Kennzeichnung, Dokumentation, Freigabe sind aufwendige und kostspielige Schritte der Behandlungsinstrumente. Die Investition allein im Aufbereitungsbereich kann dann schnell 20.000 € betragen.

Denken Sie jetzt auch . . . wow, ganz schön umfangreich!? Deshalb, nur wo Podologe draufsteht, sind Therapeuten für Sie da, die täglich in ihrer Praxis die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und somit einen wichtigenTeil zur Volksgesundheit beitragen. Letztendlich bestimmen Sie, was Ihnen Ihre gesunden Füße wert sind.

Wir wünschen Ihnen stets mit gesunden Füßen durchs Leben zu gehen.